Ich freue mich auf Ihren Anruf:

0228 - 974 595 545

Anwalt für Arbeitsrecht in Bonn Rechtsanwalt Andreas Raulf

Porträt von Anwalt Andreas Raulf

Ihr Ansprechpartner für Arbeitsrecht in Bonn / Alfter

Rechtsanwalt Andreas Raulf

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht
Erfahrener Rechtsanwalt mit rund 20 Jahren Erfahrung

Telefon: 0228 - 974 595 545

Mit einem Anwalt für Arbeitsrecht durch die Coronakrise

COVID-19 hält derzeit die Welt in Atem – und so auch die Unternehmen in Deutschland. In diesen Zeiten müssen sich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber mit neuen Gegebenheiten auseinandersetzen. Denn die Pandemie wirft im Arbeitsrecht unter anderem viele Fragen zum Thema Gesundheitsschutz, Verdienst, Urlaub und Kurzarbeit auf.

Ein fundierter Anwalt für Arbeitsrecht wie ich, Rechtsanwalt Andreas Raulf mit Kanzleien in Bonn und Alfter, sorgt in der Arbeitswelt im Rahmen einer ausführlichen Rechtsberatung in diesen Zeiten für Klarheit.

Grundsätzlich gibt es in Deutschland kein Recht auf Homeoffice. In vielen Branchen, wie zum Beispiel in der Produktion oder im Handel, ist dies auch nicht möglich. Jedoch besteht in Krisenzeiten das Recht des Arbeitnehmers, seine Gesundheit zu schützen.

Besteht nachweislich Ansteckungsgefahr auf dem Weg zur Arbeit bzw. bei der Arbeit oder gehören Sie sogar zur Risikogruppe, sollten Arbeitgeber es ihren Angestellten erlauben, die Arbeit von zu Hause aus fortzuführen oder sie freistellen – wenn dies denn möglich ist. In vielen Branchen sind Regelungen dieser Art bereits im Arbeitsvertrag oder in Betriebsvereinbarungen geregelt.

Hinzu kommt die Fürsorgepflicht, die besagt, dass der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer die für das Homeoffice nötige Hardware wie zum Beispiel einen Laptop stellen muss. Soll der Angestellte in den Betrieb, muss der Arbeitgeber für die Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften wie Mindestabstand und Atemschutzmaske sorgen.

Der Arbeitgeber unterliegt laut § 618 BGB gegenüber seinem Arbeitnehmer einer sogenannten Fürsorgepflicht. In Zeiten einer Pandemie mit hoher Ansteckungsgefahr bedeutet dies, dass er dessen Gesundheit schützen muss. Wenn möglich, unterstützt er das Social-Distancing durch die Heimarbeit. Bei Erscheinen im Betrieb ist das Bereitstellen von ausreichend Desinfektionsmittel, die Vergabe von Atemschutzmasken und die bestmögliche Anpassung des Arbeitsplatzes an die Abstandsbestimmungen Pflicht.

Wurde im Unternehmen keine Kurzarbeit oder eine anderweitige Kürzung der Tätigkeit angekündigt und leistet der Arbeitnehmer von zu Hause aus seine normale Arbeit im selben Umfang wie davor, besteht das Anrecht auf dasselbe Gehalt wie vor der Pandemie.

Im Rahmen der Corona-Pandemie tritt der Bedarf nach Kurzarbeit auf, wenn die Auftragslage abflacht oder viele Stornierungen auftreten. Wie auch auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit nachzulesen ist, besteht dann ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn zehn Prozent der Beschäftigten im Unternehmen einen Gehaltsausfall von zehn Prozent haben. Anspruch auf Kurzarbeit haben versicherungspflichtige, ungekündigte Arbeitnehmer.

Generell gilt: Das Arbeitsrecht bleibt auch während Corona unberührt bestehen. Damit geht auch der Kündigungsschutz des Arbeitnehmers einher. Steht eine Kündigung bevor und wird lediglich Corona als Kündigungsgrund genannt, so ist dies nicht rechtswirksam.

Erzwingt ein durch Corona ausgelöster finanzieller Engpass jedoch Entlassungen oder verhält ein Arbeitnehmer sich in dieser Krisenzeit fahrlässig, so ist die Kündigung durchaus rechtens – vorausgesetzt sie wird ordentlich und fristgerecht mitgeteilt.

Seit dem 27. April 2020 gilt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber grundsätzlich § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Das Gesetz gibt vor, dass im Verdienstausfall das Recht auf Entschädigung besteht. Inwiefern die Paragrafen in Ihrem individuellen Fall wirksam sind und mit welchem Entschädigungsumfang Sie rechnen können, erläutere ich Ihnen gerne bei einer Rechtsberatung.

Grundsätzlich ist Zwangsurlaub nicht zulässig – denn der Arbeitgeber unterliegt gegenüber dem Arbeitnehmer der Beschäftigungspflicht. Existiert jedoch ein hohes Überstundenkonto, kann der Arbeitgeber vom Angestellten den Abbau verlangen und ihn für diese Zeit freistellen. Er kann auch auf die Einhaltung des bereits verbuchten Urlaubs bestehen.

Grundsätzlich ist diese Frage mit Ja zu beantworten. Seit dem 30. März 2020 existiert eine bundesweite Regelung, die betroffene Sorgeberechtigte entlastet. Ist das zu betreuende Kind unter 12 Jahren, hat eine Behinderung oder gibt es keine alternative Betreuungsmöglichkeit, haben Eltern oder etwaige Sorgeberechtigte Anspruch auf Entschädigung für den Verdienstausfall. Die Summe der Entschädigung beläuft sich auf 67 Prozent des Nettoverdienstes im entsprechenden Monat und wird vom Arbeitgeber ausgezahlt.

Mit einer Quarantäne aufgrund von Corona verhält es sich ähnlich wie mit dem Ausfall aufgrund von Krankheit – der Gehaltsanspruch und die Vergütungspflicht bleiben für sechs Wochen bestehen. Nach $ 56 IfSG kann der Arbeitgeber das ausgezahlte Gehalt beim zuständigen Gesundheitsamt wieder einfordern. Ab Woche 7 erhält der Arbeitnehmer das Krankengeld von seiner Krankenkasse.

Mit meinen beiden Standorten im Herzen von Bonn und im benachbarten Alfter bin ich Ihr persönlicher, engagierter und durchsetzungsstarker Partner für alle Themenbereiche des klassischen Zivilrechts und insbesondere des Arbeitsrechts. Meine Kanzlei ist an einer klaren Philosophie ausgerichtet, die auf fundierter akademischer Ausbildung und beständiger, hochwertiger fachanwaltlicher Fortbildung begründet ist.

Seit fast 20 Jahren berate und vertrete ich private wie auch gewerbliche Mandanten auf der Arbeitgeber- ebenso wie auf der Arbeitnehmerseite. Allein im Bereich des Kündigungsrechts blicke ich auf die forensische Erfahrung aus über 1000 Kündigungsschutzverfahren zurück. Bei einigen deutschlandweit operierenden Unternehmen ist meine Kanzlei in die Rolle einer externen Rechtsabteilung hineingewachsen.

In meiner Kanzlei betreue ich Sie zu folgenden Themen:

Wir stehen für Sie im Arbeitsrecht mit zwei Büros in Alfter und Bonn zur Verfügung:

Kartenausschnitt von Google MyBusiness zum Standort in Bonn

Meine Kanzlei liegt direkt mit Blick auf den Rhein und zwischen der B 56 und dem Römerkran in der Nähe der Römerstraße.

Die Bushaltestellen An der Esche und Nordstraße befinden sich in unmittelbarer Nähe meiner Kanzlei.

Vom Bonner Hauptbahnhof fahren Sie in 16 Minuten mit den Buslinien 551, 600 und 601 oder mit der Bahnlinie 61 zu einer dieser Haltestellen.

Meine Kanzlei ist sehr zentral in der Ortsmitte auf der Kronenstrasse 4 in Alfter und in unmittelbarer Nähe vom Staatenhaus Köln gelegen.

Die Bushaltestellen Landgraben, Hertersplatz, Roisdorfer Weg befinden sich in unmittelbarer Nähe meiner Kanzlei. Sie erreichen mein Büro ganz einfach per PKW oder mit den Buslinien 633, 843 und 882.

Kartenausschnitt von Google MyBusiness zum Standort in Alfter

Kontaktieren Sie mich für ein erstes Beratungsgespräch.

Telefon:  0228 - 974 595 545

Juristisches Fachwissen & persönliche Beratung von Ihrem Anwalt für Arbeitsrecht in Bonn

Im Arbeits- und vor allem im Kündigungsrecht reicht das Anforderungsprofil über die profunde, juristisch fundierte Beratung weit hinaus. Um in dem Tauziehen zu bestehen, zu dem die Verhandlungen über die Beendigung von Arbeitsverhältnissen regelmäßig geraten, verlangt es spezifische Branchenkenntnisse. Darüber hinaus ist ein ausgeprägtes Gefühl für die individuelle Verhandlungssituation und eine darauf aufbauende vorausschauende Verhandlungskonzeption von Bedeutung. Beharrlichkeit und taktisches Geschick gewährleisten die Optimierung des Verhandlungsergebnisses.

Mein besonderes Augenmerk als Anwalt für Arbeitsrecht, gilt der persönlichen Beratung im Innenverhältnis. Meine einzelanwaltlich geführte Kanzlei in Bonn gewährleistet einen stetig festen Ansprechpartner. Ich bin mit Ihrem Fall im Detail vertraut und bearbeite ihn ausschließlich selbst. Dieser „persönliche Draht“ ist die ideale Voraussetzung für die effiziente Durchsetzung Ihres Anliegens. Ihre Ansprüche möchte ich gemeinsam mit Ihnen erfolgreich geltend machen. Am Anfang der Zusammenarbeit steht die vertrauensvolle und offene Erörterung der Erfolgsaussichten und die nüchterne Abwägung von Chancen und Risiken – auch und gerade unter wirtschaftlichem Blickwinkel. Auf diese Weise erarbeiten wir bereits im Anfangsstadium ein gemeinsames Handlungskonzept.

Überzeugender Auftritt vor Gericht – von Anfang an

Wo ihr gutes Recht im Wege rascher außergerichtlicher Verständigung durchgesetzt werden kann, ist dies meist einer kostenträchtigen gerichtlichen Auseinandersetzung vorzuziehen. Führt an einem Klageverfahren kein Weg vorbei, so werden wir diesen Weg unverzüglich und kompromisslos beschreiten.

Ich vertrete als Anwalt für Arbeitsrecht regelmäßig die Interessen gekündigter oder abgemahnter Arbeitnehmer, sowie die einiger deutschlandweit operierender Großunternehmen. Gerne überprüfe ich für Sie, ob es Sinn hat, gegen die Abmahnung vorzugehen.

Besonderes Augenmerk gilt der präzisen sprachlichen Gestaltung der in Ihrem Sinne gefertigten Schriftsätze. Denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Und Ihr erster Eindruck vor Gericht ist der Schriftsatz Ihres Anwalts. Seit den Anfängen der Prozessgeschichte gilt der Grundsatz „Turpe est impingere in primo limine” („Einen schlechten Eindruck macht, wer schon an der Schwelle stolpert.“). Hieran hat sich bis heute nichts geändert. Prozesse zu gewinnen, heißt Gerichte von der Richtigkeit seines Standpunkts zu überzeugen. Profitieren Sie von meiner in fast 20 Jahren forensischer Praxis gewonnenen Erfahrung, die ich Ihnen in meiner Kanzlei bei Bonn gerne zur Verfügung stelle.

Schriftliche Unterlagen des Arbeitsrechts

FAQ rund um das Arbeitsrecht

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag kann zunächst mündlich oder schriftlich geschlossen werden. Es obliegt dem Arbeitgeber, dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses ein schriftliches Vertragsdokument auszustellen. Eine mögliche Befristung muss grundsätzlich schriftlich festgehalten werden. Der Vertrag sollte alle wichtigen Informationen entsprechend § 2 Nachweisgesetz enthalten, hierzu gehören:

    • Arbeitsort
    • Anschrift der Vertragsparteien (Arbeitgeber & Arbeitnehmer)
    • Höhe des Arbeitsentgelts & gegebenenfalls die Zusammensetzung
    • Wöchentliche Arbeitszeit
    • Anzahl der Urlaubstage
    • Beschreibung oder Charakterisierung der zu leistenden Tätigkeiten
    • Länge der Befristung (sofern eine solche vorliegt)
    • Kündigungsfristen

Länge der Probezeit

Je umfassender der Arbeitsvertrag alle Bereiche abdeckt, umso geringer ist das Risiko, dass es Lücken gibt, die in einem Rechtsstreit problematisch werden.

Die Probezeit wird meist im Arbeitsvertrag gesondert festgehalten. Sie vereinfacht eine Kündigung und kürzt die Kündigungsfrist in der ersten Zeit des gemeinsamen Arbeitens. Meist wird die Kündigungsfrist auf sechs Monate festgelegt, in dieser Zeit besteht kein gesetzlicher Kündigungsschutz. Die Länge der Probezeit darf sechs Monate grundsätzlich überschreiten. Dies muss aber durch eine besonders anspruchsvolle Tätigkeit gerechtfertigt sein. Wenn eine Erprobung der Eignung in sechs Monaten nicht möglich ist, darf die Probezeit entsprechend länger vereinbart werden. Bei längeren Erprobungszeiten ist aber in der Regel ein sachgrundlos befristeter Arbeitsvertrag sinnvoller. In diesem Fall kann nach Ablauf der Befristung nochmals entschieden werden, ob der Arbeitnehmer den Anforderungen gewachsen ist.

Das Arbeitsrecht umfasst alle gesetzlichen Regelungen, die das unselbstständige und abhängige Arbeiten betreffen. Regelungen, die das selbstständige Arbeiten regeln, sind nicht im Arbeitsrecht zusammengefasst. Das Arbeitsrecht setzt sich aus mehreren Gesetzen, wie dem Kündigungsschutzgesetz, dem Betriebsverfassungsgesetz oder dem Mutterschutzgesetz zusammen. Es handelt sich also nicht um ein einzelnes Gesetz, wie oft fälschlicherweise angenommen wird.
Im deutschen Arbeitsrecht wird zwischen dem Kollektivarbeitsrecht und dem Individualarbeitsrecht unterschieden. Das Kollektivarbeitsrecht befasst sich mit den Gesetzen, die sich auf Zusammenschlüsse von Arbeitgebern bzw. Arbeitnehmern, wie etwa Berufsverbände oder Gewerkschaften, beziehen. Hierzu gehört z.B. das Betriebsverfassungsgesetz. Das Individualarbeitsrecht befasst sich mit den Regelungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Ein Beispiel hierfür ist das Kündigungsschutzgesetz.

Lassen Sie sich kompetent beraten:

Telefon:  0228 - 974 595 545